Sinner steigert Belastung vor Peking-Comeback deutlich
Jannik Sinner nähert sich seinem Comeback auf der ATP-Tour. Der Weltranglistenerste trainiert in Monte Carlo inzwischen wieder mit Spielern aus der Weltspitze und hat damit die Belastung wenige Tage vor dem geplanten Start in Peking nochmals deutlich erhöht. Sein erstes offizielles Match seit dem Wimbledon-Final könnte damit unmittelbar bevorstehen.
Nach der mehrwöchigen Behandlung seines rechten Knies hat Sinner seinen Trainingsaufbau zuletzt weiter intensiviert. Der 25-Jährige absolvierte in Monte Carlo unter anderem Einheiten mit Flavio Cobolli und Hubert Hurkacz. Gerade diese Trainings mit etablierten ATP-Profis sind für Sinner ein wichtiger Belastungstest, weil dabei Tempo, Richtungswechsel und längere Ballwechsel wieder deutlich näher an Wettkampfbedingungen heranreichen.
Eine endgültige Garantie für seinen Start in Peking gibt es weiterhin nicht. Sinner steht jedoch offiziell auf der Entry List der China Open, die vom 30. September bis 6. Oktober stattfinden. Erst vor wenigen Tagen hatten wir über Sinners Rückkehr ins reguläre Training und das Comeback-Ziel Peking berichtet. Nun folgt mit den intensiveren Einheiten gegen Topspieler der nächste konkrete Schritt.
Training nähert sich wieder Wettkampfbedingungen
Sinner hatte zunächst bewusst mit reduzierter Intensität trainiert. Nach seiner Rückkehr auf den Platz standen Bewegungsabläufe, Stabilität und die Reaktion des rechten Knies im Vordergrund.
Inzwischen ist die Belastung deutlich höher. Einheiten mit Spielern wie Cobolli und Hurkacz erlauben seinem Team eine wesentlich realistischere Einschätzung darüber, wie das Knie auf schnelle Ballwechsel, abrupte Stopps und Richtungswechsel reagiert.
Genau diese Faktoren waren nach der Knieverletzung entscheidend. Im normalen Schlagtraining lassen sie sich nur bedingt simulieren. Gegen aktive Tourspieler kommt die Intensität einem Match wesentlich näher.
Seit Wimbledon ohne offizielles Match
Sinner hat seit dem 12. Juli kein offizielles Turniermatch mehr bestritten. Damals gewann er den Wimbledon-Final gegen Alexander Zverev und verteidigte seinen Titel.
Danach zwangen ihn Probleme am rechten Knie zu einer längeren Pause. Der Italiener verpasste die nordamerikanische Hartplatzserie und musste schliesslich auch auf die US Open verzichten.
Die medizinische Behandlung absolvierte Sinner vorwiegend im J Medical in Turin. Anschliessend kehrte er nach Monte Carlo zurück und begann dort mit einem schrittweisen Trainingsaufbau.
Nun befindet er sich offenbar in der entscheidenden Phase dieses Programms. Dass er bereits wieder mit Spielern aus der ATP-Spitze trainiert, ist ein deutlich aussagekräftigerer Belastungstest als die ersten Einheiten nach seiner Therapie.
Peking mit starkem Teilnehmerfeld
Die China Open beginnen am 30. September und werden auf Hartplatz ausgetragen. Die ATP führt Sinner weiterhin auf der offiziellen Entry List.
Neben ihm sind unter anderem Alexander Zverev, Novak Djokovic, Felix Auger-Aliassime, Alex de Minaur und Daniil Medvedev gemeldet. Sinner wäre damit bei seinem Comeback unmittelbar wieder mit einem hochkarätigen Teilnehmerfeld konfrontiert.
Der Italiener verbindet mit Peking gute Erinnerungen. Er erreichte bei seinen bisherigen drei Teilnahmen jeweils den Final und gewann das Turnier 2023 sowie 2025.
Für sein Team dürfte zunächst allerdings weniger die Titelverteidigung als vielmehr die körperliche Reaktion auf mehrere Matches innerhalb weniger Tage entscheidend sein.
Shanghai wartet unmittelbar danach
Sollte Sinner tatsächlich in Peking antreten, bleibt ihm danach kaum Zeit zur Erholung. Bereits vom 7. bis 18. Oktober steht mit dem Masters-1000-Turnier in Shanghai der nächste grosse Termin der Asien-Tour an.
Damit würde der Weltranglistenerste nach mehr als zwei Monaten ohne Match direkt in eine intensive Phase zurückkehren. Umso wichtiger sind die aktuellen Belastungstests in Monte Carlo.
Die kommenden Tage dürften endgültig zeigen, ob Sinner seine Reise nach China wie geplant antreten kann. Sein Name steht auf der Meldeliste, das Training läuft wieder auf hohem Niveau – der letzte entscheidende Faktor bleibt die Reaktion des rechten Knies.
- Aktuell trainiert Sinner in Monte Carlo wieder mit etablierten ATP-Spielern und erhöht damit die Belastung weiter.
- Die China Open in Peking finden vom 30. September bis 6. Oktober statt; Sinner steht auf der offiziellen Entry List.
- Der Italiener gewann das ATP-500-Turnier in Peking bereits 2023 und 2025.
- Direkt danach folgt vom 7. bis 18. Oktober das Masters-1000-Turnier in Shanghai.
Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert